Man sagt, wir lägen mit koreanischen Fermentationen voll im Food-Trend. Klar, nichts ist trendiger als Dinge, die sieben Jahre im kühlen Keller warten, bis sie allmählich reif sind. Ja, was soll man da sagen? Trends gehen ein und aus, Jahr für Jahr. Das Fermentieren bleibt, und gibt uns den Wink mit dem Zaunpfahl in eine wunderbare Zukunft. Über diese Zukunft sprechen wir und wollen sie gestalten, mitbestimmen, in eine gute Richtung schubsen. Schmackhaft, kostbar, heilend und wertvoll, so stellen wir sie uns vor. Oder wie es Jinok in der Folge Null sagte: sie stecke selbst in einem Glas und werde fermentiert. Eine großartige Alternative zu allen Tagestrends.
-
essen & sein
Folge Null
Wer wir sind, wie wir ticken, was uns ausmacht, das werdet ihr in jeder Folge ziemlich deutlich heraushören. Sobald wir mit der Plauderei loslegen und uns in den Gedankengängen und Lebenserfahrungen austoben, stehen wir mit der eigenen Stimme ungeschminkt vor euch auf der Podcastbühne. Vielleicht unnötig, doch wer es gerne hören mag, bekommt vorab in der Folge Null eine persönliche Vorstellungsrunde geboten. Und wir verraten, was uns antreibt, diesen Podcast ins Leben zu rufen.
Folge 4 – Seaweed – Gast: Antje de Vries
Die wunderbare Antje de Vries ist heute unser Gast. Mit ihr geht es auf dem ostfriesischen Schlickschlitten ins koreanische Wattmeer. Antje taucht ohne Sauerstoffmaske mit den Haenyo vor den Inseln Jejudo und Lilløy, wir reisen um die halbe Welt, um festzustellen, dass die Chancen verdammt gut stehen, von der Welt an die Hand genommen zu werden und gezeigt zu bekommen, wohin Europas Weg gehen kann. Und überhaupt: der Blick von Außen auf das Ganze läßt uns hemmungslos schwärmen von einer Esskultur, die weder an Universitäten noch in Kochschulen gelehrt wird. Eine Wohltat für den Körper, eine faszinierende Kultur und eine Küche ohne Grenzen.
Antje de Vries: https://www.instagram.com/foodanjoy/
Küche ohne Grenzen e.V. https://www.kuecheohnegrenzen.org/
Cuisine sans Frontiéres: https://cuisinesansfrontieres.ch/de/
Lilløy Lindenberg: https://www.instagram.com/lilloeylindenberg/
NZZ: https://www.nzz.ch/panorama/norwegische-algen-finden-den-weg-auf-europaeische-teller-ld.1702302
zusammengestellte Infos zu Seaweed: https://www.nanumberlin.com/seaweed2
Haenjo-Frauen auf Jejudo: https://de.m.wikipedia.org/wiki/HaenyoFolge 6 – wenn die Keramik beim Essen zu singen beginnt
Wir, das heißt Carolin und Dirk, haben es geschafft, Jinok zum Reden zu bringen. Denn eigentlich wollte sie in dieser Folge nur zuhören. Sie wollte hören, was wir zu ihrer Keramik sagen würden. Wie so oft im Leben ist es anders gekommen als geplant und eine Sternstunde des Podcast entstand – wenn man das nach nur 6 Podcastfolgen sagen darf. Jinok’s Keramik nahm uns mit zu einer heiteren Rundschau, die beim Gesang begann, sich für das Verlernen und Zerstören begeisterte, Essen und Kochen mit einem horizontalen und vertikalen Gastronomiekonzept verband und uns en passant zu einer Reflexion des menschlichen Daseins leitete. Die Folge endet nicht ohne vorher einen eindringlichen Apell an die grenzenlosen Möglichkeiten der eigenen Talentsichtung loszuwerden. Viel Spaß beim Reinhören!
Keramik Jinok Kim: https://www.nanumberlin.com/atelier
Folge 2 – weglassen
Alle kennen den Spruch, alle sprechen davon: „weniger ist mehr“. Die Redewendung schweigt sich herrlich salopp darüber aus, was weniger und was mehr ist. Deshalb drehen wir diesen Spruch in alle Himmelrichtungen, damit er bei unterschiedlichem Lichte betrachtet uns auf die richtige Spur setzt. Wir gehen in die private Küche ebenso wie in die Profiküche, folgen Carolin zu ihren Kindern und auf den Markt, lassen sowohl den Alltag als auch das Fine Dining nicht ungeschoren davonkommen, erzählen von prägenden Schlüsselerlebnissen und von Eindrücken, die erst nach 60mal Kauen entstehen, nachdem man (fast) alles weggelassen hat. Jinok bringt aus dem fernen Osten etwas mit, was in der Folge das gut gehütete europäische Küchenkartenhaus mit Fragezeichen bekleckert. Denn ihr Mitbringsel ist: der leere Raum.